Clementoni Clempad HD Plus

Ich muss gestehen, dass ich eigentlich kein Fan von zu viel Technik in zu jungen Jahren bin. Ich finde, dass man Dinge wie logisches Denkvermögen, Kreativität und Feinmotorik auch anders trainieren kann. Nun zog das Clempad 5.0 Plus von Clementoni bei uns ein und meine feste Meinung kam ins wanken...

Design:

Zunächst einmal zum Design: Das Tablet gleicht auf den ersten Blick der Erwachsenen-Variante. Jedoch hebt es sich aufgrund der kindlichen Farbgebung, sowie der Gummi-Ummantelung von der großen Version ab. Das Pad ist schlicht gehalten wird inklisive einer Halterung geliefert, mit welcher man das Gerät in drei verschiedenen Positionen aufstellen kann. Die ästhetischen Aspekte sind in meinen Augen voll erfüllt, jedoch hätte ich mir durch die Halterung etwas mehr Standsicherheit gewünscht. Wenn das Kind etwas fester Arbeitet, droht das Pad stellenweise zu kippen. Die Gummi-Ummantelung ist jedoch Gold wert. Auf dem Weg zum aufladen ist mir (ja - Tatsache - nicht meinem 5-jährigen) das gute Stück tatsächlich schon abgestürzt und hat keinerlei Schaden genommen.

Inbetriebnahme:

Vor der ersten Benutzung wird man vom Clempad durch die Einrichtung der Software geleitet. Trotz Einstell-Option der Sprache zu Beginn der Einrichtung erfolgt diese in englischer Sprache. Darauf wird jedoch in der Bedienungsanweisung hingewiesen. An sich erfolgen diese ersten Schritte jedoch intuitiv und man sollte damit - ob Laie oder nicht - keine Probleme haben. Am Ende der Installation wird man gleich zur Einrichtung des Elternbereiches weitergeleitet, wo man dann festlegt, zu welchen Uhrzeiten das Gerät vom Junior benutzt werden kann, auf welche Apps zugegriffen werden darf, das Profil des Kindes eingestellt wird, die Accounts verwaltet werden und viele weitere Optionen.

Elterbereich:

Dies alles erfolgt über einen zuvor angelegten Account, der wohl scheinbar nicht zwingend ist, jedoch empfohlen wird. Ist das geschehen, kann der Nachwuchs beginnen oder aber die Eltern machen sich mit "ihrem" Bereich vertraut. Zu diesem gelangt man zum einen direkt über das Clempad als auch durch jedes andere internetfähige Gerät. Der Elternbereich ist für mich das eigentliche Highlight des Gerätes!! Er gibt Aufschluss über die Bereiche, welche der Sprössling am Pad verwendet hat, wo seine Stärken und Schwächen liegen, wie die Fortschritte aussehen und wann er sich mit dem Pad beschäftigt hat. Außerdem legt man hier auch fest, welche Apps zur Verfügung stehen sollen. Kathegorisiert in Altersklassen ist die Auswahl kein großer Akt. Die Verfolgung der täglichen Resultate und Fortschritte ist eine spannende Sache, die einen das Clempad als sinnvolles Hilfsmittel im Hinterkopf bleiben lässt, ohne es dem Kind frei von Sinn und Verstand einfach zu überlassen.

Eignung:

Was die Eignung angeht, so wird das Clempad für Kinder ab 6 Jahren beworben. Mein Sohn ist im November fünf Jahre alt geworden und kommt mit der Handhabung des Gerätes, der Apps und der Kamera problemlos zurecht. Der Elternbereich passt das Gerät im Vorfeld auf den Benutzer an, sodass es während dem Gebräuch keine großen Schwierigkeiten gibt.

 

Akku

Er hält bei dauerhafter Benutzung ca. 3-4 Stunden. Was ich auch als völlig ausreichend erachte, da dieses Gerät ja nicht als Ersatz für elterliche Fürsorge dienen soll.

Apps:

Nach der Voreinstellung muss man sich als Eltern keine Gedanken machen, dass dem Kind Aufgaben estellt werden, die es nicht bewältigen kann und der Sohn/die Tochter kann sich selbststädig mit den unterschiedlichen Funktionen vertraut machen. Da ich mir zuvor alle installierten Apps angesehen habe, habe ich unserem großen Mann auch bedenkenlos freie Hand gelassen. Trotz der Tatsache, dass das Clempad 5.0 Plus erst ab sechs Jahren empfohlen wird sind bereits Apps ab drei Jahren im AppStore (welcher im übrigen nur kostenfreie Apps für Kinder führt) erhältlich. Dies hängt jedoch vermutlich damit zusammen, dass es das Clempad auch ab drei Jahren gibt und sich diese beiden Versionen scheinbar einen AppStore teilen. Die Apps selbst sind kindgerecht gestaltet und es macht einem als Elternteil Spaß, den Kleinen beim "spielend lernen" über die Schulter zu sehen. Jede App ist auch spezielle Eigenschaften zugeschnitten oder fördert mehrere Fähigkeiten in einer App gebündelt. Aufschluss darüber gibt wiederum der Elternbereich. Unser Sohn liebst beispielsweise "Draw" wobei man Geometrien anhand einer Vorlage mit dem Finger nachfahren muss (siehe letztes Bild). Malen ist eigentlich nicht so sein Ding. Hierbei geht er jedoch auf, da jede erfolgreich gemalte Form ein lustiges Symbol auf dem Bildschirm kreisen lässt, was das Erfolgserlebnis nochmal steigert.

Kamera:

Die Kamera empfinde ich persönlich als eher enttäuschend. Aus Kinderaugen betrachtet ist sie jedoch einer der Höhepunkte, die das Gerät zu bieten hat. Es wurde mit dem Clempad durch die ganze Wohnung getiegert und alles fotografiert, was nur vor die Linse kam. Die Qualität der Aufnahmen spielte dabei eher eine zweitrangige Rolle. In der Kamera App kann man zwischen Video- und Foto-Funktion swichen und eine Vorder- und Rückkamera wählen. Außerdem lassen sich die Belichtung, Szenenmodus und allgemeine Kameraeinstellungen (Ort der Aufnahme mit abspeichern, Bildgröße) festlegen. Die geschossenen Bilder werden im Fotoalbum gespeichert, auf welches man direkt von der Kamera App aus zugriff hat.

Display:

Das Display bietet eine gute Auflösung und einen netten Startbildschirm. Mehr gibt es dazu nicht zu berichten. 

 

Internet:

Das Internet wird im Elternereich durch eine weiße Liste eingegrenzt. Es wird also festgelegt, auf welche Seiten Zugriff gewährt wird - und zwar NUR auf diesen Seiten. Diese Funktionen haben wir bisher ausgelassen, da das gebotene Programm zum Einstieg mehr als ausreichend ist. Interaktiv lernen durch Apps, Kamera, Fotos und Musik sind genug Abwechslung und führen für den Anfang auch nicht zu Überfoderung. Hierbei sollte man sich vielleicht der Entwicklung seines/seiner Kindes/Kinder anpassen und eventuelle zu einem späteren Zeitpunkt das Internet in die Liste der Möglichkeiten aufnehmen.

Feedback:

Seid wir das Clempad 5.0 Plus haben, will unser Sohn das gute Stück mit in den Kindergarten nehmen. Die Begeisterung seinerseits ist grenzenlos. Seine Freunde, die zu besuch kommen sind kaum mehr zu anderen Spielen zu motivieren, da Technik kleine Jungs einfach mehr begeistert als herkömmliche Brettspiele (der Langzeittest bleibt noch abzuwarten). Da Weihnachten vor der Tür steht, haben die ersten Eltern aus dem Bekanntenkreis bereits Großeltern mobilisiert, die zum Sponsor der teuren Schmuckstücke werden. Man kann also von einer durch die Bank positiven Resonanz sprechen.

 

Weitere Informationen zum Clementoni Clempad 5.0 Plus erhaltet ihr hier.

Dieses Produkt wurde mir durch ChannelBuzz zur Verfügung gestellt.

22/11/2015