Kärcher WV5 Premium Fenstersauger

Fensterputzen war für mich bisher eine der unbeliebtesten Arbeiten in unserem Haushalt. Das war auch der Grund, warum a) die Fenster nur einmal im Jahr geputzt wurden und b) diese Aufgabe auch noch meinem Mann zuteil wurde. Als ich durch Freunde und meine geliebte Facebook-Gruppe (Zwillinge & Mehrlinge 2.0) jedoch auf den Kärcher Fenstersauger gebracht wurde, wuchs auch in mir das Bedürfnis, mal wieder eine ungehinderte Aussicht zu genießen.

Nach kurzer Recherche war auch schon klar, welches Modell mich reizen würde. Der WV5 Premium! Im Vergleich zur WV2-Serie ist hier die Akku-Laufzeit eine bessere. Außerdem muss ich zugeben, dass ich auch bei Haushaltsgeräten Wert auf ein nettes Design lege und dieses ist beim stilvollen Weiß der Premium-Variante einfach ansprechender, als das typische Kärcher-Gelb der anderen Modelle.

Die Inbetriebnahme ist gänzlich einfach und erschließt sich mit Hilfe der DIN A3 großen bebilderten Anleitung fast von selbst. So ist das Gerät nach wenigen Minuten einsatzbereit. Geeignet ist der Kärcher Fenstersauger nicht nur für Fensterflächen, sondern ebenso für Spiegel, Glastische, Fliesen, Duschkabinen und - wie in unserem Fall - Glastüren.

Der Fenstersauger setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Das ist einmal die Sprüh- und Wischeinheit, mit der das verdünnte Putzmittel aufgesprüht und anschließend mit dem Wischer Verschmutzungen gelöst werden sowie dem eigentlichen Fenstersauger, welcher das Putzmittel samt Verschmutzungen streifenfrei vom Fenster absaugt. Das Schmutzwasser wird in einem Tank aufgefangen, welcher nach der Anwendung einfach entleert werden kann ohne mit dem Schmutzwasser in Berührung zu kommen.

Im Lieferumfang sind zwei Saugdüsen enthalten, um auch schmalere Fenster reinigen zu können. Außerdem ist ein Ersatz-Wischlappen für die Saug- und Wischeinheit enthalten. In meinem Testpaket war ebenfalls das passende Putzmittel von Kärcher enthalten, welches ich auf jeden Fall nachkaufen werde, da das Ergebnis einfach überzeugend ist. Die Sauglippen sowie der Akku des WV5 sind austauschbar, wenn dies irgendwann erforderlich sein sollte, was der Langlebigkeit des Gerätes natürlich zu Gute kommt, da nicht das komplette Gerät ersetzt werden müsste (denn verzichten möchte ich nicht mehr ;) )

Die Akkuleistung reicht problemlos aus. Ich habe unsere 14 Flügelfenster, vier Dachfenster, eine Balkontür und fünf Glastüren mit einer Akku-Ladung bewältigt. Drei Balken zeigen auf, in welchem Zustand sich der Akku befindet. Nach meiner Arbeit hat gerade mal ein Balken gefehlt, also ungefähr ein Drittel der Kapazität. Aufgrund der Tatsache, dass der Sauger immer nur kurz angeschaltet wird, um die Feuchten Scheiben abzuwischen, ist er sehr ergiebig. Die anschließende Ladezeit betrug ca. eine Stunde. Über eine LED-Anzeige ist ersichtlich, wann der Akku vollständig geladen ist (während dem Ladezustand blinkt die Anzeige - wenn der Akku voll ist hört das blinken auf).

In der Handhabung ist der WV5 einfach traumhaft. Das Gerät liegt mit seinen ca 700g sehr angenehm in der Hand und lässt sich auch über längere Zeit super bedienen. Die Fensterfläche wird großzügig mit Reinigungslösung eingesprüht und mit dem Mikrofaserpad abgewischt. Somit löst man schonmal groben Schmutz. Anschließend wird die Fensterfläche nur noch abgesaugt. Der Sauger kann in alle Richtungen angewendet werden. Über Kopf kann das Gerät 10ml aufnehmen, horizontal sind 25ml möglich bis man das Gerät wieder aufrecht drehen muss, damit die Flüssigkeit in den Tank laufen kann. Unsere 14 Fensterflügel, eine Balkontür, fünf Glastüren und vier Dachfenster ließen sich problemlos reinigen ohne anschließend das Gefühl zu haben, es fällt einem der Arm ab. Was ich persönlich bemerkenswert finde, ist die Dauer, in der man mit dem Kärcher Fenstersauger die Fenster geputzt hat. So benötigt man pro Fenster maximal 3-5 Minuten. Nach dem Vorwischen des Fensters und dem anschließenden Absaugen nehme ich mir nochmal einen Mikrofaser-Lappen und wische die untere Fensterkante ab, da sich dort vereinzelt Staubflusen sammeln können, welche durch die Fuge nur schwer vom Fenstersauger erfasst werden können. Das stellt aber keineswegs ein Problem dar. Ich kann nicht behaupten, dass ich über große Erfahrung im Fensterputzen verfüge, jedoch habe ich die paar Male, als ich Fenster geputzt habe bei weitem länger dafür gebraucht und war für den Rest des Tages bedient. Die Lautstärke ist mit der eines Handstaubsaugers zu vergleichen. Ich habe acht Monate alte Zwillinge, für die die Geräuschkulisse keinerlei Problem dargestellt hat. Mit Hilfe des schwarzen Rädchens am "Rücken" des Saugdüse lassen sich Abstandshalber ausfahren, welche beispielsweise auf die genaue Länge der Fuge eingestellt werden können und somit exakt neben den Fugen abgesaugt werden kann.

Mein Fazit: Ich möchte den Kärcher WV5 Premium definitiv nicht mehr missen. Die Fenster sind strahlend sauber und das mit einem absolut minimalen Aufwand. Für mich steht fest, dass die Fenster nun häufiger, als einmal im Jahr geputzt werden, da die Relation von Aufwand zu Ergebnis jetzt einfach passt. Ist ja nicht so, als hätte ich nicht auch gerne saubere Fenster ;P

Das Produkt wurde mir für diesen Test zur Verfügung gestellt.

14/05/2016