Rollei Safety Cam 10 HD

Der aktuellste Test wurde mir von Computerbild zur Verfügung gestellt und hat mein besonderes Interesse geweckt, da es sich um ein Produkt handelt, welches man nicht alle Tage mal in den Händen hält. Es handelt sich um eine Überwachungskamera. Mit Bluetooth, App, Cloud und Co ausgestattet ist sie somit auf dem neuesten Stand und macht Interesse. Folgen gehe ich auf die einzelnen Aspekte der Cam kategorisiert ein. 

 

Materialauswahl/Robustheit:

        Das Gehäuse der Rollei Kamera ist aus Kunststoff und für den regulären Gebrauch stabil gebaut, sodass es nicht zu Beschädigungen kommen sollte.             Wie der Verschleiß jedoch nach einigen Jahren aussieht, vor allem bei der Installation in sonnigen Bereichen, ist nach der kurzen Testphase leider noch         nicht zu beurteilen.

 

Aufstellung/Installation:

 

Die Rollei SafetyCam kann ohne Probleme am gewünschten Ort aufgestellt werden und bietet auch einen stabilen Stand. Wie es mit der Wandmontage aussieht, kann ich leider nicht beurteilen, da die Kamera bei uns nicht fest installiert wurde.

 

 

Zubehör:

 

Es sind alle Zubehörteile zur Wandinstallation im Paket mitgeliefert und auch die Software geht auf die unterschiedlichen Installationsmöglichkeiten ein, indem das Bild am Computer dann beispielsweise horizontal oder vertikal gespiegelt werden kann. Das Netzkabel erscheint mir persönlich jedoch etwas kurz, da man ja davon ausgehen muss, dass man am geeigneten Installationspunkt nicht immer eine Steckdose parat hat. In dem Fall könnte man jedoch mit einem Verlängerungskabel arbeiten.

 

 

Stromzufuhr:

 

Wie bereits erwähnt, erscheint mir das Netzkabel etwas zu kurz, jedoch kann in dem Fall mit einem Verlängerungskabel Abhilfe geschafft werden.

 

 

Einrichtung/Inbetriebnahme:

 

Die Installation ist von Laien aus meiner Sicht nicht zu bewerkstelligen. Technisch weniger versierte Benutzer wären an der Installation und Einrichtung der Software wohl gescheitert. Das Benutzerhandbuch ist völlig unübersichtlich und bietet keinen logischen Aufbau, wie es der Ablauf während der eigentlichen Einrichtung des Gerätes erwarten lässt. Hinzu kommt, dass einzelne Schritte anders erfolgen, als dies im Benutzerhandbuch beschrieben ist und somit für Verwirrung sorgt. Auch gewisse Einrichtungen, wie z.B. die Cloud, die zur eigentlichen Installation nicht entscheidend sind, werden meiner Meinung nach nicht ausreichend als „nicht essentiell notwendig“ gekennzeichnet.

 

 

Videoqualität Tagaufnahmen (Detailgenauigkeit, Schärfe, Helligkeit usw.):

 

Die Qualität der Tagaufnahmen sind erstaunlich hochwertig. Die Helligkeit ist zwar voreingestellt, kann jedoch über die Software zusätzlich justiert werden, ebenso, wie Kontrast, Auflösung und Lichtfrequenz. In der Hinsicht gibt es also nichts zu meckern. Jedoch werden die Aufnahmen teilweise sehr zeitverzögert übersendet (egal ob per App oder Internet-Seite).

 

 

Videoqualität Nachtaufnahmen (Detailgenauigkeit, Schärfe, Helligkeit usw.):

 

Besonders begeistert war ich von der Qualität der Nachtaufnahmen. Die Detailgenauigkeit ist besonders hoch und auch ein Rauschen ist kaum zu erkennen. Helligkeit, Schärfe und Co können auch in diesem Fall wieder zusätzlich nachjustiert werden, jedoch wirkt sich dies dann auch auf die Tageinstellungen aus, da ich keine differenzierte Einstellung für Tag und Nacht gefunden habe.

 

 

Tonqualität:

 

Die Tonqualität ist wie erwartet gut. Das Mikrofon überträgt die Geräusche vergleichbar mit einem Telefonat.

 

 

Fotoqualität Tagaufnahmen (Detailgenauigkeit, Schärfe, Helligkeit usw.):

 

Die Foto-Qualität entspricht der der Video-Aufnahmen. Wenn sich Personen jedoch relativ nah an der Kamera vorbei bewegen, können die Personen verwischen.

 

 

Fotoqualität Nachtaufnahmen (Detailgenauigkeit, Schärfe, Helligkeit usw.):

 

Auch die Nachtaufnahmen sind hochwertig und lassen alles notwendige erkennen. Kein Rauschen, die Schärfe ist entsprechend den Voreinstellungen über die Software sowie den Fokusring gut und auch die Helligkeit lässt sich, wie schon mehrfach erwähnt über die Software voreinstellen.

 

 

Blickwinkel:

 

Bei dem Objektiv sind logischerweise keine Weitwinkelaufnahmen zu erwarten, jedoch reicht die Kamera in unserem Fall völlig aus. Sie erfasst die Eingangstüre sowie ca. einen Meter rechts und links davon, was bei einer ungefähren Entfernung der Kamera von der Tür von zwei Metern einen Winkel von ca. drei Metern erfasst. Soviel zum festen Blickwinkel. Die Kamera verfügt jedoch zusätzlich über die Möglichkeit, das Objektiv horizontal weitestgehend 360° zu schwenken. Vertikal erreicht der Schwenkmechanismus ungefähr 120°. Die Blickwinkel können über die App oder die Internetseite verstellt werden. Die App arbeitet jedoch so zeitverzögert, dass die Blickwinkelveränderung mehr zu einem Ärgernis wird, als dass sie sinnvoll ist. Somit bleibt der Winkel voreingestellt.

 

 

Automatische Scharfstellung:

 

Bei der automatischen Scharfstellung gibt es keinerlei Beanstandungen. Man erkennt, was nötig ist. Ohne weiter Hand anlegen zu müssen.

 

 

Bewegungserkennung:

 

Die Bewegungserkennung arbeitet fast schon zu genau. Die Kamera reagiert sogar bei veränderter Lichtsituation. Und damit ist nicht der Lichtschalter gemeint, sondern wenn sich draußen vor die Sonne eine Wolke schiebt oder besagte Wolke wieder verschwindet. Die Konfiguration sieht hierfür eine Einstellung vor – Empfindlichkeit – diese kann dann von 0-9 eingestellt werden. Bei 9 reagiert die Kamera also selbst auf Schatten, wir arbeiten mittlerweile mit Empfindlichkeitsstufe 1, da wir nur eine Alarmbenachrichtigung wünschen, wenn tatsächlich jemand die Wohnung während unsere Abwesenheit betritt.

 

 

Alarmfunktion:

 

Die Alarmfunktion steht ja in direktem Zusammenhang mit der Bewegungserkennung. Hierbei können zusätzlich zur Bewegungserkennung Faktoren wie bspw. ein Zeitplan für die Bewegungserkennung oder die Erkennung am digitalen Eingang eingestellt werden. Auch die Medien, über die der Alarm dann schließlich gemeldet wird, werden hier festgelegt. Zur Verfügung stehen dabei Mails, FTP-Server oder Websites. So gesehen also eine gute Sache.

 

 

Liveübertragungs-Funktion:

 

Die Live-Übertragung funktioniert gut, lediglich die Zeitverzögerung und das leichte Stottern der Aufnahmen können als unangenehm empfunden werden. Jedoch stören sie den eigentlichen Nutzen der Funktion nur bedingt, da man eher selten das unbewegte Szenario beobachtet. Und sobald sich etwas tut, erhält man ja eine Benachrichtigung mit Bild.

 

 

Rollei-Cloud (Speicherkapazität, Benutzeroberfläche, Erreichbarkeit etc.):

 

Die Rollei-Cloud habe ich persönlich gar nicht eingerichtet, da ich die anderen Funktionen, wie die App, die Website, die Software und die Mail-Benachrichtigung als ausreichend empfunden habe.

 

 

App-Bedienung: getestet auf O Android X iOS

 

Die App zeigt in gewohnter Qualität die aktuelle Ansicht der Kamera und rein theoretisch wäre es auch möglich, den Blickwinkel der Kamera per App zu verändern. Da die Reaktion der Kamera auf die App jedoch so zeitverzögert ist, sollte man davon wohl lieber die Finger lassen. Ansonsten vermisse ich an der App, dass sie Alarm-Benachrichtigungen mit aufnimmt.

 

Fazit

 

Die Rollei SafetyCam sollte von jemandem eingerichtet werden, der sich etwas mit Technik und Internet auskennt, sonst wird das Ganze schnell zum Frust. Ist sie jedoch erst mal betriebsbereit, überzeugen Aspekte, wie die gute Auflösung der Kamera im allgemeinen sowie der Nachtaufnahmen im speziellen. Auch die Möglichkeiten der Bewegungsmeldung und der Alarm-Benachrichtigung per Mail, FTP-Server sowie Websites sind eine tolle Sache und überzeugen auf ganzer Linie.

 

02/04/2015