Tassimo JOY T45

Die Tassimo JOY befindet sich seit mittlerweile fast drei Wochen in unserem Einsatz und ich bin der Meinung, dass es jetzt mal an der Zeit ist, erste Testberichte zu veröffentlichen.

Design:

Rein optisch passt das schlichte, puristische schwarze Design der Tassimo JOY wohl in jede Küche. Wahlweise könnte man sich ja auch zwischen drei weiteren Farben entscheiden. Unsere Tassimo hat nun den Platz des Vorgängers – eine Filterkaffee-Maschine – eingenommen. Auch die Verarbeitung ist – wie man das von Bosch gewohnt ist – hochwertig und einwandfrei.

Handhabung:

Was die Anwendung angeht: Noch einfacher hätte man das Ganze garnicht gestalten können. Maschinendeckel auf – Disc rein – Deckel zu – Knopf drücken. Wenn man das Procedere bei einer Filterkaffee-Maschine mal niederschreibt, kommt man vermutlich auch nicht auf mehr Schritte, jedoch ist beim Filterkaffee jeder Arbeitsschritt aufwändiger. Bisher ging es ja auch, aber früh am Morgen genieße ich nun den Luxus, mich mit solchen Aufgaben, wie Kaffee-Löffel abzählen nicht mehr quälen zu müssen.

Nun noch einen Blick auf das Disc-Fach. Zu Beginn ließ sich der Deckel doch recht streng öffnen und schließen, jedoch ging ich davon aus, dass man sich an die Handhabung gewöhnen würde und das Ganze dann auch leichter von der Hand gehen würde. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass sich die Scharniere scheinbar nur „einarbeiten“ mussten, denn das Öffnen und Schließen des Deckels stellen keinerlei Problem mehr dar. Das Gleitfett des Verschlussmechanismus hat sich nach einer Woche regelmäßiger Benutzung überall, wo es notwendig ist, verteilt und tut dort sein Gutes.

Technik:

Die Tassimo besitzt einen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 1,4l. Zu Beginn der Testphase war es so, dass ich das Gefühl hatte, nach zwei Tassen den Tank wieder auffüllen zu müssen, da der kleinere Innenbehälter (der Wassertank besteht aus zwei ineinandergesteckten Behältern, welche wiederum die Entkalker-Kartusche enthalten) dann schon fast leer war. Jedoch befindet sich zu dem Zeitpunkt stets noch mindestens dieselbe Menge an Wasser im unteren Behälter-Bereich. Alles in Allem reicht eine Wasserfüllung für mindestens vier Portionen (was ja wiederum auch von der Größe des Getränkes abhängig ist.

Reinigung:

Außerdem verfügt die Tassimo JOY über ein integriertes Reinigungssystem, welches verhindert, dass die unterschiedlichen Getränke, die man nacheinander zubereitet, geschmacklich abfärben und somit das nachfolgende Getränk „verunreinigen“ könnten. So zumindest das Versprechen des Herstellers (Bosch). Dies kann ich auch nur bestätigen. Vor allem bei Tee würde man dies sehr schnell feststellen, wenn er durch die vorangegangene Milch trüb werden würde.

Des Weiteren reinige ich das T-Disc-Fach einmal in der Woche, um Kleckereien, die beim Zubereiten der Getränke manchmal aus den Discs tropfen wieder zu entfernen. Für die manuelle Reinigung lässt sich die Halterung für die T-Discs problemlos herausnehmen und unter ordentlich abspülen.

Anzeigen und Fehlermeldungen:

Manchmal kam es vor, dass das Gerät einen Fehler angezeigt hat (das Tassen-Symbol hat dann rot geleuchtet), wenn zB der Code der T-Discs, der die individuelle Zubereitung jedes einzelnen Getränkes ermöglicht, nicht richtig lesbar war oder auf dem „Scanner-Feld“ ein Tropfen Heißgetränk das Ablesen verhindert hat.

Außerdem zeigt die Tassimo Joy einem nach einlegen der T-Disc an, ob noch ausreichend Wasser im Wassertank enthalten ist. Ist dies nicht der Fall, leuchtet ein roter Wasserhahn auf und die Zubereitung lässt sich nicht starten bevor der Tank nicht aufgefüllt wurde.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Tassimo JOY für jeden geeignet ist, der - auch wenn es  mal schnell gehen soll - nicht auf hochwertigen Genuss in Form von Heißgetränken verzichten möchte. Die Anwendung ist gänzlich einfach

Ebenfalls sollte erwähnt werden, dass das breite Spektrum an Produkten für die Tassimo JOY einen umhaut. Und dabei meine ich nicht nur die typischen Standards wie Kaffee, Cappuccino, koffeinfreien Kaffee oder Früchtetee, sondern Sorten wie „Chai Latte Lemongras“ oder „Suchard“, die definitiv in den nächsten Tagen noch gekauft werden. In diesem Fall MUSS man einfach zugeben: „Da ist für jeden was dabei!!“

Wirtschaftlichkeit:

Bei all dem Lob sollte jedoch auch angemerkt werden, dass ich es sehr schade finde, dass die Maschine so viel Müll produziert. Jedes Getränk lässt ein bis zwei T-Discs in den Mülleimer (bzw. den gelben Sack) wandern. Da hätte man vll auf etwas mehr Umweltbewusstsein setzen können.

Außerdem kommen einen die Getränke in Summe doch recht teuer. Es ist zwar noch kein Vergleich zu Preisen im Café – und die Qualität ist wirklich dem entsprechend gut – jedoch für den Hausgebrauch in der täglichen Anwendung fast zu teuer.

Eine deutliche Erleichterung ist die Maschine, wenn Besuch kommt und man für jeden Gast schnell ein individuelles Getränk zaubern kann. Allein dafür lohnt sich die Anschaffung schon, sofern man regelmäßig Gäste im Haus hat.

Alles in Allem würde ich die Maschine jederzeit meiner besten Freundin empfehlen. Die Getränke schmecken sehr gut, man hat schnell sein Wunschgetränk zubereitet und Gästen kann man ein breites Spektrum an Heißgetränken bieten.

2014/10/31